29.10.2016
Route (ca. 13 km): Porschdorf - Polenztal - Schulzengrund - Brandaussicht - Aussicht Hafersäcke - Waitzdorf - Ochelaussichten - Kohlmühle - Porschdorf
Von der Nationalparkbahn legten wir in Porschdorf ab, vervollständigten uns auf 29 Personen (darunter 7 Kinder) und machten uns auf dem Naturpfad entlang der Polenz auf den Weg zum Aufstieg durch den Schulzengrund. Vorbei an hochwandigen Felsen schwommen wir durch den Meeresgrund - nur 95 Millionen Jahre später, die jetzt wie riesige Geschichtsbücher mit Erzählungen über Verwitterung und Abtragung des Sandsteins wirken. Ein Fisch unter uns erwies sich als besonders kitzlig und wurde "Killerfisch" getauft. Auf dem Brand angekommen steuerten wir direkt auf die Brand-Baude zu und genossen das weite Panorama der herbstlich bunten Sächsischen Schweiz. Der Blick reicht hier von den Schrammsteinen bis zum Basteigebiet. In der Baude wurden anschließend die reservierten Plätze besetzt und eine warme Mahlzeit eingenommen. Wie sich später herausstellte stand uns der eigentliche Kraftakt noch bevor. Ein letzter Blick noch von der "Aussicht Hafersäcke" und weiter ging es die Brandstufen hinab ins Tal, um dann wieder den Malerweg bergauf nach Waitzdorf aufzunehmen. Das war ein sehr einprägsamer Aufstieg und bot Anlass zu einer Verschnaufpause. Wenige Schritte über den goldfarbenen Blätterteppich weiter boten sich zwei Aussichten mit reizvollem Blick auf den Lilienstein sowie einem wunderschönen Panorama an. Bei letzterem ist ein Kreuz mit Blumenkranz zu entdecken. 2005 stürzte mit fast 19 Jahren eine Frau vom Felsen. Es ist ein Gedenken an "Stefanie", aber auch eine Mahnung an die Lebenden, die ungesicherten Aussichtsplattformen extrem vorsichtig zu betreten. Der Abstieg zum Ort Kohlmühle entlang eines Baches wirkte mystisch und verschlungen und führte zum Eingang des Kohlichtgrabens. Wir durchquerten den liebevoll gestalteten Ort Kohlmühle und gewannen durch unsere vorzeitige Ankunft an der (H) Goßdorf-Kohlmühle noch etwas Wegstrecke entlang der Sebnitz bis nach Porschdorf dazu, womit es unverhofft eine Rundwanderung wurde.
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