Sommerwanderungen


29.08.2026

MNEMO - Gedenkareal Dresdner Norden

Route (ca. 22 km, 2026-08-29_FSD_BSG-MNEMO.gpx):

  1. Bahnhof Dresden-Neustadt
  2. Alter Leipziger Bahnhof
  3. Ehemaliges Kaufhaus Fanger
  4. Ehemalige Goehle-Werke
  5. St.-Pauli-Friedhof
  6. "Judenlager Hellerberg"
  7. Heidefriedhof
  8. Festspielhaus Hellerau
  9. Trümmerberg (Hellerberge)
  10. Haltestelle Heeresbäckerei

Ich möchte euch herzlich zu einer besonderen und anspruchsvollen Wanderung einladen. Gemeinsam wollen wir eine über 20 Kilometer lange Strecke im Dresdner Norden ablaufen. Die Tour verbindet sportliche Bewegung an der frischen Luft mit dem bewussten Innehalten an zentralen MNEMO-Gedenkorten unserer Stadt Dresden.

Vorwort

Das alltägliche Stadtbild verdeckt oft die dunklen Kapitel der Vergangenheit. Viele Orte im Dresdner Norden, an denen Menschen während der Herrschaft des Nationalsozialismus ausgegrenzt, gequält, zur Zwangsarbeit gezwungen oder in den Tod deportiert wurden, sind heute unsichtbar geworden oder wurden lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt. Um diesem Vergessen entgegenzuwirken, verbindet unsere Wanderung diese historischen Täter- und Opferorte miteinander und holt ihre Geschichte in die Gegenwart zurück.

Den roten Faden dieser Route bildet das Projekt „MNEMO Gedenkareal Dresdner Norden“. In dessen Rahmen werden ausgewählte NS-Unrechtsorte im Stadtgebiet durch abstrakte Skulpturen dauerhaft im öffentlichen Raum markiert. Diese sogenannten „Splitter“ – entworfen von dem Künstler Jochem Hendricks und einem Architektenteam – ragen wie Fremdkörper in die heutige Umgebung hinein. Sie symbolisieren bildhaft den Zivilisationsbruch durch das NS-Terrorregime und fungieren als Mahnmale, die uns Passanten dazu zwingen, innezuhalten und uns mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

Diese Wanderung ist mehr als ein historischer Rückblick. Anhand konkreter Einzelschicksale, wie dem der jüdischen Kaufmannsfamilie Fanger, wird das unfassbare Unrecht greifbar gemacht. Der Weg verdeutlicht, wie eng die Ausgrenzung in der Nachbarschaft, die Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie und die logistische Maschinerie der Deportationen miteinander verzahnt waren. Das Gedenken an diese Verbrechen ist eine unverzichtbare Aufgabe für unsere Gegenwart und Zukunft: Es soll uns davor bewahren, wegzusehen, und uns mahnen, Ausgrenzung und Diktatur stets entschieden entgegenzutreten.

Bahnhof Dresden-Neustadt

Die Exkursion nimmt ihren Ausgang am Bahnhof Dresden-Neustadt. Die dortige Gedenktafel sowie der im Pflaster eingelassene Davidstern markieren den Ort, an dem in unmittelbarer Nähe die Deportationen der Dresdner Jüdinnen und Juden ihren Anfang nahmen.

Die Platzierung der Gedenktafel und des Davidsterns am Personenbahnhof Dresden-Neustadt erfolgte aufgrund der hohen öffentlichen Präsenz dieses Ortes. Historisch betrachtet fanden die Deportationszüge jedoch auf dem Areal des benachbarten Güterbahnhofs – dem Alten Leipziger Bahnhof – ihren Ausgangspunkt.

Ein entscheidender Schritt im Prozess der systematischen Entrechtung und Vernichtung war die ab Herbst 1939 forcierte Ghettoisierung in sogenannten „Judenhäusern“. In diesen Zwangsquartieren lebten die Menschen unter prekärsten Bedingungen und permanenter Überwachung durch die Gestapo.

Rechtshistorischer Kontext: Das am 30. April 1939 in Kraft getretene „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“ bildete die Grundlage für diese Maßnahmen. Es hob den Mieterschutz für jüdische Bürger auf und verpflichtete jüdische Immobilieneigentümer zur zwangsweisen Aufnahme wohnungslos gewordener Glaubensgenossen.

Lokalhistorische Dimension: Im Stadtgebiet Dresdens existierten etwa 40 dieser „Judenhäuser“, die als Instrumente der Segregation und Vorstufen der Deportation fungierten.


Weiterführende Informationen:

Das „Judenhaus“ Bautzner Straße 20

Exemplarisch für die Einzelschicksale dieser Zeit steht das Gebäude in der Bautzner Straße 20. Eine Gedenktafel erinnert heute an die entrechteten und ermordeten Bewohner dieses Hauses.

Das Anwesen ging 1937 in den Besitz der Israelitischen Religionsgemeinde über und wurde zum 1. April 1940 durch behördliche Anordnung offiziell als „Judenhaus“ deklariert.

Nachdem sie gewaltsam aus ihrem privaten Wohnraum vertrieben worden waren, sahen sich mindestens 46 Personen gezwungen, hier auf engstem Raum zusammenzuleben. Der Alltag der Internierten war geprägt von repressiven Kontrollen und willkürlichen Haussuchungen, in deren Verlauf Gestapo-Beamte schwere Misshandlungen, Demütigungen und Raub an den Bewohnern verübten.

Am 25. August 1942 erfolgte die Deportation der über 60-jährigen Hausbewohner mit dem Transport „V/5“ in das Ghetto Theresienstadt.

Jüngere Bewohner, die zur Zwangsarbeit in den Werken der Zeiss Ikon AG verpflichtet worden waren, mussten das Haus im November 1942 verlassen. Sie wurden in das zu diesem Zweck errichtete „Judenlager Hellerberg“ überführt. In der Nacht vom 2. auf den 3. März 1943 wurde das Lager Hellerberg geräumt; die Menschen wurden unmittelbar in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

Von den 46 namentlich bekannten Bewohnern der Bautzner Straße 20 überlebten lediglich drei die Befreiung am Ende des nationalsozialistischen Regimes.

Als Zeichen gegen das Vergessen und zur Würdigung der Opfer wurde am 30. August 2019 an der Bautzner Straße 20 feierlich eine Gedenktafel eingeweiht.


Weiterführende Informationen:

Alter Leipziger Bahnhof - Knotenpunkt der Deportationen

Vom Personenbahnhof Dresden-Neustadt führt der Weg zum eigentlichen Schauplatz der Verbrechen: dem Alten Leipziger Bahnhof. Einst ein Monument industriellen Fortschritts, fungierte er während der NS-Diktatur als logistisches Drehkreuz der Kriegswirtschaft und als Tor zum Tod. An diesem Ort, der künftig Teil des „MNEMO“-Gedenkareals und eines Begegnungszentrums werden soll, begannen in den Jahren 1942 und 1943 die Verschleppungen jüdischer Bürger in die Ghettos und Vernichtungsstätten Osteuropas.

Am 21. Januar 1942 verließ ein Transport mit 224 jüdischen Menschen aus dem Regierungsbezirk Dresden-Bautzen den Bahnhof in Richtung Ghetto Riga; nahezu alle Mitfahrenden fielen der Shoah zum Opfer.

Am 3. März 1943 folgte die direkte Deportation von 297 Dresdner Jüdinnen und Juden in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Ein erheblicher Teil der 1943 Deportierten war zuvor im „Judenlager Hellerberg“ interniert und zur Zwangsarbeit für die Zeiss Ikon AG (Goehle-Werk) herangezogen worden.

Der Bahnhof diente zudem als Transitstation für Deportationszüge aus dem Reichsgebiet, unter anderem im Juli 1942 nach Auschwitz sowie im September 1943 nach Theresienstadt.

Ein für den 16. Februar 1945 terminierter Abtransport der letzten in Dresden verbliebenen jüdischen Mitbürger unterblieb infolge der alliierten Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar, was einigen Verfolgten das Leben rettete.

Neben seiner Rolle im Deportationsgeschehen kam dem Güterbahnhof eine strategische Schlüsselrolle beim Umschlag kriegswichtiger Güter innerhalb der nationalsozialistischen Rüstungsökonomie zu.


Weiterführende Informationen:

Jüdische Kultusgemeinde Dresden

In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Deportationsgleisen, im historischen Empfangsgebäude des Alten Leipziger Bahnhofs, ist heute die Jüdische Kultusgemeinde Dresden (JKD) beheimatet. Diese bewusste Standortwahl verknüpft das Gedenken an die Shoah mit der Vitalität eines jüdischen Neuanfangs. Die chassidisch-liberale Gemeinde versteht sich als offenes Zentrum, das jüdische Traditionen zeitgemäß interpretiert und Begegnungen durch Spiritualität, Kunst und Diskurs ermöglicht.

Die Jüdische Kultusgemeinde Dresden e.V. (JKD) wurde im September 2021 als unabhängige, egalitäre Glaubensgemeinschaft konstituiert. Die Gemeinde residiert in der Eisenbahnstraße 1 – jenem Ort, der einst Ausgangspunkt für die Deportationen von Jüdinnen, Juden sowie Sinti und Roma war.

Die offizielle Einweihung der neuen Synagoge erfolgte am 3. September 2023 im Beisein hochrangiger Repräsentanten aus Politik, Gesellschaft und Religion. Als progressive Erneuerungsbewegung integriert sie Musik und gemeinschaftliche Elemente in die religiöse Praxis und den Alltag.

Das Gemeindezentrum umfasst neben dem Gebetsraum („Shtiebel“) eine Fläche von etwa 450 Quadratmetern, die auch eine Küche, Verwaltungsräume sowie die „Besht Yeshiva Dresden“ mit Lehr- und Wohneinheiten beherbergt.

Die spirituelle Leitung obliegt Rabbiner Akiva Weingarten, der die Gemeinde als Gründungsrabbiner maßgeblich prägt.


Weiterführende Informationen:

Ehemaliges Kaufhaus Fanger

Das einstige erfolgreiche Kaufhaus der jüdischen Familie Fanger in der Oschatzer Straße 15 ist ein eindringliches Beispiel für die systematische wirtschaftliche Ausplünderung und physische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Dresden. Am Schicksal der Familien Fanger/Auerbach lässt sich die unbarmherzige Maschinerie des nationalsozialistischen Terrors hautnah nachvollziehen, da ihr Leidensweg über mehrere Stationen verlief, die auch Teil unserer Wanderung sind: vom „Judenhaus“ über die Zwangsarbeit in den Goehle-Werken bis hin zum Judenlager Hellerberg. Während heute eine Gedenktafel vor dem neobarocken Gebäude an diese jüdische Familiengeschichte erinnert, verdeutlicht die gegenwärtige Nutzung des Hauses als Supermarkt den Fortgang des alltäglichen Lebens im Viertel.


Weiterführende Informationen:

Ehemalige Goehle-Werke - Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit

Der Weg führt weiter zum heutigen Zentralwerk, dem Areal der ehemaligen Goehle-Werke, die im Zweiten Weltkrieg als größte Rüstungsschmiede Dresdens fungierten. Hier leisteten hunderte jüdische Mitbürger sowie später KZ-Häftlinge unter inhumanen Bedingungen Zwangsarbeit. Der Ort ist tief im Netzwerk des NS-Unrechts verwurzelt: Die jüdischen Arbeiter wurden von hier in das Lager Hellerberg deportiert, während der nahegelegene St.-Pauli-Friedhof die Gräber verstorbener Kinder von Zwangsarbeiterinnen bewahrt. Diese Topografie des Gedenkens erstreckt sich über die gesamte Stadt bis zum Heidefriedhof und nach Hellerau.

Das Goehle-Werk wurde ab 1938/39 als getarnte Rüstungsproduktionsstätte der Kriegsmarine errichtet und durch die Zeiss Ikon AG betrieben. Das Portfolio umfasste die Fertigung von Zündsystemen für Flak- und Wasserbomben sowie hochpräzise Uhrwerke für die U-Boot-Waffe in Akkordarbeit. Mit rund 6.000 Beschäftigten avancierte die Zeiss Ikon AG zum bedeutendsten Rüstungsbetrieb im Raum Dresden.

Ab 1941 wurden circa 300 Dresdner Juden in einer segregierten „Judenabteilung“ zur Arbeit an der Zünderproduktion gezwungen. Nach ihrer Internierung im „Judenlager Hellerberg“ im November 1942 wurden diese Menschen im März 1943 fast ausnahmslos in das Vernichtungslager Auschwitz verschleppt.

Zwischen Oktober 1944 und April 1945 diente das Werk als Außenlager des KZ Flossenbürg für rund 700 weibliche Häftlinge. Die Frauen, zumeist aus Polen und der UdSSR, waren in den Obergeschossen unmittelbar über den Produktionshallen untergebracht. Die bauliche Struktur mit Stahlbeton-Luftschutztreppenhäusern war als Hochbunker konzipiert, wobei den Zwangsarbeiterinnen der Zugang zu Schutzräumen bei Angriffen verwehrt blieb.

Im „Goehle-Werk-Prozess“ von 1949 verurteilte ein Dresdner Gericht zehn Verantwortliche, darunter Betriebsleiter und Aufseherinnen, zu Freiheitsstrafen.

Das denkmalgeschützte Areal wird seit 2015 genossenschaftlich als „Zentralwerk“ revitalisiert und dient heute als Raum für Wohnen, Kunst und soziokulturellen Austausch.


Weiterführende Informationen:

St.-Pauli-Friedhof - Spuren des “Entbindungslagers Kiesgrube”

Unsere fünfte Station führt uns an die Mauern des St.-Pauli-Friedhofs, der ein stummer Zeuge eines weiteren unfassbaren Verbrechens der Dresdner NS-Geschichte ist. Unmittelbar nördlich des Friedhofs befand sich ab 1943 das sogenannte „Entbindungslager Kiesgrube“, in dem Neugeborene von Zwangsarbeiterinnen systematisch vernachlässigt wurden und einen qualvollen Tod fanden. Heute markiert ein an der Friedhofsmauer angebrachter MNEMO-„Splitter“ die Grabanlage dieser Säuglinge, die auf dem Friedhof verscharrt wurden, und mahnt uns, ihr Leid niemals zu vergessen.


Weiterführende Informationen:

Heidefriedhof - Ein kritischer Blick auf das Gedenken

Als nächste Station erreichen wir den Heidefriedhof, der in den Nachkriegsjahren zu einer zentralen und zugleich ambivalenten Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs wurde. Durch die bauliche Gleichsetzung Dresdens mit Orten nationalsozialistischer Gräueltaten wurde hier über lange Zeit ein einseitiger Opfermythos gefördert, der die eigentliche Täterrolle ausblendete. Zur Markierung dieses historischen Bruchs und zur Richtigstellung des Geschichtsbildes wurde vor Ort der erste „Splitter“ des MNEMO-Gedenkareals platziert. Die Installation an der Dresden-Stele wurde bewusst im Gedenkjahr 2025 realisiert, dem 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus sowie der Zerstörung Dresdens.

Der 1965 eingeweihte, unter Denkmalschutz stehende „Ehrenhain für die Kämpfer gegen den Faschismus und die Verfolgten des Naziregimes“ bildet den Mittelpunkt des Gedenkens auf dem Friedhof.

Die Grabanlagen von Widerstandskämpfern und die Massengräber der Opfer der Luftangriffe vom Februar 1945 werden durch dieses Areal räumlich zusammengeführt.

Insgesamt 14 Stelen umgeben das Rondell. Sie nennen einerseits Konzentrationslager wie Auschwitz, Buchenwald oder Ravensbrück, andererseits Orte deutscher Kriegsverbrechen wie Coventry und Lidice.

Weil auch „Dresden“ auf einer dieser Stelen verzeichnet ist, entsteht eine historisch verzerrende Gleichstellung mit den Stätten der NS-Verbrechen, wodurch die aktive Verstrickung der Stadt in das Terrorregime verharmlost wird.

Als Reaktion auf diese geschichtliche Verfälschung wurde exakt an der Dresden-Stele eine farbige Splitter-Skulptur installiert. Das Kunstwerk verdeutlicht den Bruch mit der herkömmlichen Erinnerungskultur und versinnbildlicht ein Fragment des Ganzen, das fortan kritisch beleuchtet und hinterfragt werden muss. Mit diesem Splitter auf dem Heidefriedhof begann die bauliche Umsetzung des prämierten Entwurfs „MNEMO Dresdner Norden“ des Architektenteams und des Künstlers Jochem Hendricks.


Weiterführende Informationen:

Festspielhaus Hellerau - Vom Kulturort zur Kaserne

Unsere letzte Station führt uns zum Festspielhaus Hellerau, das 1911 als visionärer Ort für Kunst und Rhythmik errichtet wurde, bevor es durch die Nationalsozialisten tiefgreifend zu einem Ort der Gewalt umgeformt wurde. Ab 1938 wurde das Gelände militärisch ausgebaut und beherbergte eine Polizeischule, deren tausende Absolventen später als aktive Täter an den Verbrechen des Vernich- tungskrieges im Osten beteiligt waren. Um an diese dunkle Vergangenheit zu erinnern, markiert seit 27. Januar 2026, genau passend zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, ein MNEMO-„Splitter“ am Ostflügel diesen historischen Zivilisationsbruch dauerhaft im Stadtraum.


Weiterführende Informationen:

Trümmerberg (Hellerberge) - Unter dem Grün die Trümmer der Stadt

Zum Abschluss unserer Wanderung verweilen wir auf dem Trümmerberg, um die Aussicht auf das moderne Dresden zu genießen. Dieser markante Hügel entstand jedoch nicht auf natürliche Weise, sondern bildet ein monumentales steinernes Grabmal aus den Überresten der im Februar 1945 zerstörten Metropole. Als sichtbares Zeugnis verknüpft er die Gewaltherrschaft, die wir an den MNEMO-Stationen kennengelernt haben, mit den fatalen Folgen eines Krieges, der letztlich auf Dresden zurückgeworfen wurde, bevor der Weg schließlich an der historischen Heeresbäckerei ausläuft.

Die Erhebung in den Hellerbergen (auch als Trümmerberg 2 bekannt) wurde in der Nachkriegszeit als gewaltige Deponie für den Schutt der zerstörten Dresdner Innenstadt aufgeschüttet. Der Hügel versinnbildlicht die verheerenden Folgen der alliierten Luftangriffe zwischen dem 13. und 15. Februar 1945, welche weite Stadtteile in Schutt und Asche legten.

Mithilfe speziell eingerichteter Trümmerbahnen wurden Millionen Kubikmeter an Ziegeln, Steinen und unbrauchbarem Schutt aus dem Zentrum an den Nordrand der Stadt transportiert.

Im Gegensatz zu traditionellen Monumenten fungiert der Trümmerberg als ein in die Natur integriertes Mahnmal, in dem unzählige Reste von einstigen Wohnhäusern, Gotteshäusern und Kulturgütern liegen.

Über die Jahrzehnte hinweg wurde die Halde gezielt begrünt und aufgeforstet, sodass ihr tragischer, künstlicher Ursprung unter dichtem Bewuchs kaum noch auf den ersten Blick erkennbar ist. Aufgrund seiner exponierten Höhe erlaubt das Plateau heutzutage einen weiten, friedlichen Ausblick über das Elbtal und das rekonstruierte Stadtgebiet.

Streckenverlauf

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16.08.2025

Route (ca. 17 km, 2025-08-16_FSD_BSG-Bucksche_Schweiz.gpx):
Hosena – Aussichtsturm am Senftenberger See – Bucksche Schweiz – Quarzsand - Hosena

22.06.2025

Route (ca. 25 km): Pirna - Wasserkraftwerk Niezelgrund - Dürrröhrsdorf-Dittersbach - Rathewalde - Kurort Rathen

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03.08.2024

Route (ca. 20 km): Zinnwald-Georgenfeld - Mückentürmchen (Einkehr) - Zinnwald-Georgenfeld

 

ANKÜNDIGUNG

Unsere Sommerwanderung am 3. August führt in eine Gegend, die einigen eher als Skigebiet bekannt sein wird. Es geht auf den Mückenberg, er ist ein beliebtes Ausflugsziel im böhmischen Osterzgebirge. Bei schönem Wetter bietet der Blick vom Gipfel eine atemberaubende Aussicht auf das Erzgebirge, das Böhmische Mittelgebirge und das Böhmische Becken. Bei einigermaßen guter Sicht sind auch der Jeschken bei Liberec und das Isergebirge zu sehen, bei sehr guter Sicht ist auch das Riesengebirge zu erkennen. Ein Besuch der St. Wolfgang Kapelle am Fuße des Mückentürmchens wird auf dem Rückweg liegen, sie hat von Mai bis September geöffnet.
Kurz zum Ablauf: Wir werden 07:45 Uhr ab DD Hbf mit dem ÖPNV zur Haltestelle "Wendeplatz, Zinnwald-Georgenfeld" fahren, um von dort gegen 9 Uhr die Wanderung zu starten. Der Pfad führt über leicht begehbare Wege, für die knapp 20 km ist eine sehr gute Kondition erforderlich. Die Rückkehr in Dresden wird kurz vor 18 Uhr sein.

HINFAHRT

RÜCKFAHRT

 

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02.09.2023

ROUTE (ca. 20 km): Bismarckturm am Spitzhaus – Spitzhaustreppe - Schloss Wackerbarth – Spitzberg – Friedensturm – Ratsweinberg mit Wartturm – Niederau – (Weinböhla)

Ein größeres bzw. längeres Highlight stand mit dem Sächsischen Weinwanderweg, Abschnitt 4, an. Er ist am Ende auf einen schnellen Anschluss an diverse Rückfahroptionen optimiert. Zum Beginn genehmigten wir uns eine weite Aussicht vom Bismarckturm Radebeul und stiegen die Spitzhaustreppe hinab. Dort schlossen wir auf den Weinwanderweg auf.

15.07.2023

Route (9,7 km): Bahnhof Königstein – Pfaffenstein (Mittagessen/Einkehr, Barbarine) – Quirl mit Höhlenentdeckung – Bahnhof Königstein

Es ist eine klein angelegte Rundwanderung ab Bahnhof Königstein über Pfaffenstein und Quirl. Auf dem Pfaffenstein werden wir die Möglichkeit haben einzukehren und uns die Sage von dem Mädchen Barbarine zu erzählen. Was aus dem Mädchen geworden ist, werden wir uns anschauen, die Aussicht genießen und auf dem Weg zum Bahnhof Königstein den Berg „Quirl“ umrunden – mit Blick in die Diebeshöhle.

17.06.2023

Route (12.6 km): Schmilka - Kleine Bastei - Schrammsteinaussicht - Hohe Liebe – Bad Schandau

 

20.08.2022

Route: Velke Žernoseky - Weinberge - Michalovice - Radobýl - Leitmeritz
Mit dem Wanderexpress RE20 sind wir vom Dresdner Hauptbahnhof bis Velke Žernoseky, eine Station vor Leitmeritz, gefahren. Durch die Weinberge passierten wir den Ort bergauf und gelangten so zum Eingang des Berges Radobýl. Unsere Aussicht in das Böhmische Mittelgebirge wurde durch regnerisches Wetter stark getrübt und so konzentrierte sich das kulturelle Programm auf den Stadtrundgang durch Leitmeritz, gelegen an der Elbe, am Fuße des Hausberges.
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23.07.2022

Route: Schmilka - Kipphornaussicht - Kleiner Winterberg - Neuer Wildenstein (mit Kuhstall, Schneiderloch) - Lichtenhainer Wasserfall

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07.08.2021

Route: DVB Stadtteildetektivspiel Dresden-Ost, siehe https://www.dvb.de/de-de/entdecken/familie/spielen

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31.07.2021

Route (ca. 20 km): Hrensko - Edmundsklamm (Kahnfahrt) - Stimmersdorfer Brücke - Mezna - Mezni Louka - Prebischtor - Hrensko

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01.08.2020

Route: Neumannmühle - Westelschlüchte - Bärenfangwände - Katzenstein - Winterstein - Spitzsteinschlüchte - Neumannmühle

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27.06.2020

Route: Bienertmühle - Bienertgarten - Plauenscher Grund - Heidenschanze - Aussichtsturm Hoher Stein - Eisbar "Eiszapfen"

 

31.08.2019

Route (ca. 7 km): (S) Freital Hainsberg West - Weißeritzpark - kurzer Abzweig durch die Somsdorfer Klamm - Rabenauer Mühle - Spechtritz

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Route (ca. 20 km): (H) Bahnhof Langebrück - Seifersdorfer Tal - Hermsdorf - Langebrück

 

25.08.2018

Route (ca. 22 km): (H) Kreischa, Am Mühlgraben – Willisch (476 m) – Teufehlsmühle (Einkehr) – Kroatenschlucht – Dreilindengut – Blaues Häusel b. Mühlbach – Maxen – Kleinkreischa – Kreischa

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07.07.2018

Route: Rathen - Schwedenlöcher - Bastei - Höllengrund - Gasthaus Waldidylle (Einkehr) - Uttewalder Felsentor - Teufelsgrund - Wehlen

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22.07.2017

Route (ca. 10 km): Hinterhermsdorf - Kleines Pohlshorn - Großes Pohlshorn - Teichstein - Zeughaus - Neumannmühle

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23.07.2016

Route (ca. 13 km): Bhf. Stadt Wehlen - Kleiner Bärenstein - Berggaststätte Rauenstein - Weißig - Malerwegkapelle - Schokolodencafé Thürmsdorf - Bhf. Königstein

Geplant war eine Wanderung mit multiplen Höhepunkten und es wurde mehr: eine "Genuss-Tour" - nicht nur für den Gaumen, sondern auch für die Augen (Ausblicke) und die Seele (Natur, Entspannung). Eine lange Treppe führte uns auf den Malerweg, weiter dem roten Punkt folgend am Jungfernsprung vorbei zur Aussicht auf dem Kleinen Bärenstein (338 m).

Die Panoramablicke reichen in alle Richtungen, zum einen auf den Großen Bärenstein und dem Rauenstein vor der Bastei, zum anderen vordergründig auf den Lilienstein und der Festung Königstein mit weiteren namhaften Vertretern im Hintergrund. Dank bester Wetter- und Sichtbedingungen hatten wir eine klare Sicht und damit ein ausführlicheres Quiz-Spiel :-) Der Abstieg führte zum Parkplatz und links weiter auf den Weg mit rotem Strich zum Rauenstein. Auf dem Gipfel (304 m) machten wir an der Berggaststätte Rast und wählten eine warme Mahlzeit mit kühlem Getränk zum Aufladen des Kräftehaushalts. Von den Aussichtsplattformen haben wir die neuen Perspektiven auf das Elbsandsteingebirge aufgenommen und auch das Ziel der Herbstwanderung, dem "Balkon der Sächsischen Schweiz", entdeckt.

Am Fuße des Rauensteins stellten wir uns auf den Malerweg und die Johann-Alexander-Thiele-Aussicht am Mausoleum, nun auch als Malerwegkapelle benannt, ein. Mit diesen Gedanken an unser nächstes Ziel genossen wir die malerisch schöne Landschaft und wurden bei Ankunft von einer herrlichen Aussicht auf die Festung Königstein sowie einem Blick durch das Guckloch in den Kapellenraum erfüllt.

Wenige Meter weiter erfrischten wir uns auf der Terrasse des Schokoladencafés in Thürmsdorf mit diversen Eis-Spezialitäten - eine unbedingt zu empfehlende Erfahrung! Wieder auf den Malerweg zurückgefunden unterquerten wir die Bundesstraße 172 und nahmen mit fasziniertem Blick auf die Festung Königstein leicht absteigenden Kurs zum Bahnhof.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für diesen wunderschönen Tag!

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11.07.2015

Route (13.3 km): Hinterhermsdorf - Weifberg - Wachberg - Tanzplan mit Bismarckturm und Restaurant - Sebnitz

Die grenzüberschreitende Sommerwanderung führte ganz entspannt von Hinterhermsdorf über drei Aussichtspunkte nach Sebnitz. Das perfekte Wetter sorgte dabei für eine weite und klare Sicht in das Sächsisch-Böhmische Traumland. Nach Anreise mit Bahn und Bus wollten die Füße schnell bewegt werden und so ging es flink auf den naheliegenden Weifbergturm. Nur 173 Stufen müssen bis zur Aussichtplattform bewältigt werden, um mit einem unglaublichen Panorama in das umliegende Bergland belohnt zu werden. Die Blicke nahmen Bezug auf bereits erreichte Wanderziele (z. B. Hoher Schneeberg, Zschirnsteine, Festung Königstein, Pfaffenstein, Lilienstein, Schrammsteine, Affensteine, Winterstein) und richteten sich ebenso auf neue Herausforderungen, wie z. B. den Rosenberg, der majestätisch die umliegenden Anhöhen überragt. Greifbar nah konnten wir auch schon den Wachberg und den Aussichtsturm auf der "Tänzerin" in Augenschein nehmen, womit sich der weitere Verlauf der Wanderung leicht vorzeichnen ließ. Entlang des Grenzbaches und rotem Wanderweg folgend erreichten wir nach kurzem Halt an der Wachbergbaude (Gaststätte war geschlossen) und mit leuchtendem Fingerhut markierten Waldwegen den nördlichsten Aussichtsturm der Tschechischen Republik. Hier geht es 138 Stufen (16 m) auf den 1905 erbauten Bismarckturm hinauf. Auch hier konnte man sich an der grandiosen Aussicht kaum satt sehen, bot es doch wieder eine neue Perspektive auf die vorher vom Weifbergturm aus teils verdeckten Berge. Am Fuße des Turmes lädt das Restaurant Mikulášovice zu einer günstigen Mahlzeit ein, die bei dem sehr freundlichen Personal auf Deutsch bestellt und mit EUR bezahlt werden kann. Gesättigt ging es zügig mit Blick in den Urzeitpark bergab zum Bahnhof nach Sebnitz, wo es nach einem Eis schließlich mit der Nationalparkbahn über Bad Schandau wieder zurück nach Dresden ging.

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26.07.2014

Route (15.0 km): Schweizermühle - Nachbar - Sophienquelle - Sachsenspitze - Grenzplatte (Mittagspause) - Schwedenhöhle - Ottomühle - Schweizermühle

Mit 20 Personen (3 Kinder, 11 Frauen und 6 Männer) begleitet von Hündin "Momo" führte eine Rundwanderung ab Rosenthal durch das Kletterparadies zum Felsplateau "Grenzplatte" mit Blick auf das böhmische Eiland. Mit dem anfänglichen Aufstieg auf die Felsnadeln "Nachbar" und "Sachsenspitze" wurden nach der entspannten S-Bahn- und Busfahrt Herz- und Kreislauf gut gefordert. Bis zur Mittagspause auf der aussichtsreichen Grenzplatte war Ausdauer gefragt. Auf dem Rückweg durch das Bielatal vermerkten wir in der "Schwedenhöhle" unseren Besuch im Höhlenbuch und werteten bei einer Erfrischung an der Ottomühle die Tagestour aus, die nach 15 km und knapp siebeneinhalb Stunden an der Haltestelle Schweizermühle ihren erschöpften Ausklang fand.

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17.08.2013

Route: Bhf. Stadt Wehlen - Malerweg über Fels Rauenstein - Spielplatz Rathen

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11.08.2013

Route (18.4 km): Schmilka - Rübezahlstiege - Hinteres Raubschloß (Winterstein) - Zeughaus - Hinterhermsdorf

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09.09.2012

Route: Bhf. Königstein - Lilienstein - Bastei - Felsenburg Neurathen - Bhf. Rathen

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